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Big in Japan!

Flurina's Erfahrungsbericht vom MTB Technikkurs in Japan

Juli 2018 - Unsere Bike-Guide Flurina unterrichtet aktuell eine Gruppe angehender Bike-Guides in Japan! Flurina's Erfahrungsbericht von diesem Abenteuer!

Flurina Marugg - Bike Guide - viamala sportwerkstatt

Angefangen hats natürlich mit einem mulmigen Gefühl! Ich wusste nicht genau ob meine Vorbereitung bedürfnisgerecht war, respektive wie hoch die Erwartungen von den Teilnehmern sind und auch diejenigen der Auftraggeber! Zwischendurch war ich also ziemlich nervös und zwischendurch kam ich dann wieder an den Punkt an dem ich mir sagte, dass ja eigentlich nichts zu verlieren habe.

Nach der Ankunft am Flughafen in Tokio musste ich zuerst durch die Passkontrolle. Da ging es bereits los, die Dame beim Fingerabruck-Gerät hat mit mir nur japanisch gesprochen! Und sie hatte ebenfalls noch einen Mundschutz an, ich wusste auch mit viel Vorstellungkraft nicht genau was sie von mir wollte;-) Ich wurde dann von Masaki am Flughafen abgeholt. Die Begegnung mit ihm war einiges angenehmer als die mit der Dame beim Fingerabdruck 😆Ich war ziemlich müde nach der langen Reise und konnte mich kaum mit Masaki unterhalten. Als wir dann in Fujikawaguchiko angekommen sind, zeigte er mir kurz die Location des Adventure Parks. Danach gingen wir Sushi essen und ich wusste nicht immer genau was drin war. Jedenfalls hab ich Masaki gesagt, dass ich nur Edamame auf der Speisekarte kenne. Er fragte mich ob ich das gerne hab und ich bejate. Jedenfalls fand ich die Förderbandbedienung noch ziemlich spannend.  Bestellt wurde jedenfalls nicht zu wenig. Masaki wollte dann schon von Nachtessen sprechen und ich musste ihn bitten, mich ein wenig ausruhen zu lassen.

Natürlich lag ich dann aufgrund des Jetlags die halbe Nacht im Bett wach und konnte mich dafür um 4uhr Morgens mit einem wunderbaren Blick auf den Mount Fuji überraschen lassen. Masaki holte mich nach dem Frühstück ab und es ging nun darum den Park kennen zu lernen. Die trails die letzten November zusammen mit Allegra Trails gebaut wurden sahen nicht aus, als hätte die jemand oft befahren. Teils ist bereits Unkraut darauf gewachsen „Gjät“ würden wir sagen. Aber sonst war der Zustand eigentlich sehr gut! Ich räumte zum Teil noch die Äste, die eigentlich gar nicht störten, aus den Trails und erkundete alle Trails zu ende. Die Pumtrack Area sah auch bereits ziemlich gut aus. Nebenan hat es ein kleines Waldstück mit Hügeln, Wurzeln etc. es sah aus wie ein Armeegelände für Schiessereien. Und es stellte sich dann auch heraus, dass dies für eine art Laserpaintball gedacht ist. Ich jedenfalls sagte zu masaki, dass dies ein guter Ort ist um Techniktraining zu machen, ob ich evtl zwei, drei Übungen dort machen darf, hab ich ihn gefragt. Er sagte «ja klar». Ich hab dann alles abgecheckt und wusste dann auch ungefähr, wo ich welche Übungen mache.

Nach dem Mittagessen hat Masaki gesagt, dass wir noch den Trail räumen werden (für mich war der eigentlich nun schon geräumt) ich sagte ihm, dass ich gerne helfen werde. Als ich dann sah wie Khuji mit dem Laubbläser den Trail sauber machte musste ich ein wenig schmunzeln. Danach war der Trail kein Trail mehr, sondern eine Art roter Teppich 😂Und als ich zurück zur Pumptrack Area ging und dann sah wie die Arbeiter vom Adventure-Park alle Bretter und Elemente vom Paintball-Waldstück entfernten und entsorgten hatte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen 🙉Ich sagte dann zu Masaki, nicht dass ihr das jetzt wegen mir wegnehmt? Er sagte dann nein und sagte dass dies sowieso nicht mehr oft benötigt wird 🙃🤔

Ich fragte ihn dann wie die Teilnehmer so motiviert wären, er hat gezögert und nur gesagt - nicht alle gleich. Somit wusste ich, dass der Kurs nicht für alle ein dürfen ist, sondern vielmehr ein müssen war. Natürlich wusste ich danach, dass die Aufgabe nicht leichter wird. Am nächsten Morgen durfte ich dann auch alle meine Teilnehmer kennenlernen. In der Briefing Runde bestätigte sich die Aussage von Masaki bezüglich der Motivation. Einige waren sehr motiviert, einige nicht und einige wussten es glaub ich noch nicht so genau. 🤔

Nachdem wir Bike Set-Ups und Bike-Check vorgenommen hatten, versuchte ich die Leute mit einem spielerischen warm up zu motivieren. Als ich dann beim Mittagessen die *Suppe* mit Stäbli essen musste, war ich mir nicht mehr so sicher ob jetzt das Mittagessen oder der Technikkurs die grössere Herausforderung für mich ist. Wenigstens konnte ich die gefüllten Reiskugeln ohne Probleme von Hand essen. Als ich dann beim Positionen üben merkte, dass die Teilnehmer gar keine schlechten Anfänger sind, spürte ich ein wenig mehr Sicherheit in mir und den Teilnehmern. Einige hatten schon fast „nearly perfect“ Gorilla Positionen und wir konnten darum bereits am ersten Kurstag ein gutes Programm mit vielen Balance Übungen und Kurvenfahren absolvieren. Nach dem Kurs habe ich viele happy Faces gesehen und das machte natürlich auch mich glücklich!  Ich bat Masaki noch um ein Feedback - seine Antwort war lachen und er sagte nearly perfect. Spätestens nach dieser Aussage war ich erleichtert und wusste, dass ich mit dem Programm fortfahren kann.

Am Abend nahmen mich Mayumi und Miki zum Nachtessen mit. Ausserdem es hat an jeder Ecke zwei Restaurants und es riecht überall nach feinem Essen 😋😬 Wir gingen in ein ganz kleines Restaurant/Haus, das gar nicht nach Restaurant aussah. Jedenfalls konnte ich nichts bestellen. Die Speisekarte war nur in Japanisch (nicht einmal Wasser könnte ich bestellen). Ich sagte Miki, sie soll einfach bestellen, ich esse es dann schon. Voll schön ist es Japanisch zu essen, weil einfach verschiedene Sachen bestellt werden und diese dann geteilt werden. Wir hatten Edamame, Chickenballs, Salat und andere Fleischspiessli. Es war ausgezeichnet! 👌🏽

Am nächsten Tag mussten wir aufgrund des Taifunregens die Location wechseln, ich habe Masaki bereits am ersten Tag gesagt, dass ein Ausflug in ein Bike-Park gut wäre. Wir machten dies dann eben bereits am zweiten Tag. 😬Gut und gleichermassen enttäuschend, dass man in Japan unter Bike-Park nicht das gleiche versteht wie bei uns. 🤔Es hatte ein Natur-Pumtrack ein „Downhill-Slalom“ mit 8 Kurven 4 Tablesprüngen und ein cooler Downhilltrail wie wir es mögen mit Steinen als Hindernisse (ganzer Trail ca 50m lang) (Hindernissabschnitt ca 5m lang)Welcher nur als Uphill gekennzeichnet war. Hmm.. 🤔Angefangen jedenfalls hat es damit, dass wir den *leeren* Kiesparkplatz benötigten zum Einwärmen- wir wollten um Erlaubniss fragen. Es war aber niemand dort. So nach 15 Minuten dann ist die Frau die uns die „Startnummer“ 🤔 für den Bike-Park gegeben hat, gekommen und hat sehr freundlich gesagt, dass wir hier nicht mit dem Fahrrad fahren dürfen, weil dies ein Parkplatz sei, und im gleichen Atemzug wollte sie aber unbedingt ein Foto von uns allen haben! 🙉🙉🙉 Mir fehlten die Worte und ich musste wieder schmunzeln. Ich sagte Masaki, er soll doch rasch fragen ob wir wenigstens noch kurz bleiben dürfen- sie bewilligte uns dann 5 Minuten mehr! 😂😂😂 So nebenbei, der Parkplatz war den ganzen Tag leer!🤷🏼♀Als ich den Teilnehmern dann noch korrektes bremsen beibringen durfte waren sie voll happy und sie haben es auch wirklich gut gemacht. Ich fand dann jedenfalls dass sie nun ready wären für den schwierigen 5m Abschnitt. Ich jedenfalls fand das eine sehr gute Übung. Sie wollten dann aber zuerst nicht, weil der Pfeil ja in die Uphilrichtung gezeigt hat (es wäre gegen die Regeln) !🙉 zu diesem Zeitpunkt war ich nahe am Verzweifeln - auch zu diesem Zeitpunkt verstand ich dann auch die Parkplatzprobleme, welche gar keine sind. Ich konnte sie dann überzeugen den Abschnitt zu machen wenn wir von unten her zum Abschnitt gelangen... ich hätte das zögern ja noch verstanden, wären wir nicht alleine im Park gewesen. 🙃

Am Abend jedenfalls hatten wir wieder happy Faces und ich durfte wieder mit Mayumi und Miki zum Abendessen. Na ja, jedenfalls meinen alle Teilnehmer jetzt, dass edamame meine Lieblingsspeise ist und ich werde auch wegen dem hochgenommen, dies nur weil dass das Einzige war, was ich auf der Speisekarte kannte 😂😂😂-crazy people ;-)

Flurina ist noch bis am 9. Juli in Japan!

Viiiel Spass wünschen wir dir und liebe Grüsse von zu Hause!